Seit März dieses Jahres erhalten Websitebesitzer in der Search Console Benachrichtigungen über die Umstellung ihrer Projekte auf die Mobile-First-Indexierung. Das bedeutet, dass nun die mobile Version der Website zum Ranking der Website verwendet wird. Obwohl Informationen über die Bedeutung dieses Algorithmus bereits weit verbreitet sind, werfen wir einen genaueren Blick auf die technischen Aspekte der Optimierung von Seiten für die mobile Suche.
Entgegen der landläufigen Meinung erstellt Google keinen separaten Index für mobile Geräte – er ist für alle Versionen der Website gleich. Die wichtigste Änderung besteht darin, dass zum Scannen die mobile Version der Website und nicht die Desktop-Version verwendet wird. Das bedeutet, dass Google genau die mobile Version Ihrer Ressource im Index speichert.
Hier ist ein Beispiel für einen Benutzeragenten zum Scannen von einem Desktop-Gerät:
Mozilla/5.0 (kompatibel; Googlebot/2.1; +http://www.google.com/here.)
Für die Mobile-First-Indizierung sieht der User-Agent folgendermaßen aus:
Mozilla/5.0 (Linux; Android 6.0.1; Nexus 5X Build/MMB29P) AppleWebKit/537.36 (K, wie Gecko) Chrome/41.0.2272.96 Mobile Safari/537.36 (kompatibel; Googlebot/2.1; +http://www.google .com/bot.)
Das bedeutet, dass der Googlebot Seiten crawlt, die Android- oder iOS-Mobilgeräte imitieren, in der Erwartung, dass der Inhalt für gängige Smartphones optimiert ist.
Mit dem oben genannten User-Agent prüft Googlebot, wie komfortabel es für den Nutzer ist, Seiten auf mobilen Geräten anzuzeigen. Heutzutage gibt es drei Hauptansätze zur mobilen Optimierung:
1. Adaptives (responsives) Design. In diesem Fall bleibt die Site-Struktur gleich und das einzige Element, das sich ändert, ist das Erscheinungsbild der Seite, das sich an die Bildschirmgröße anpasst. Google empfiehlt diese Option, da sie Änderungen minimiert, eine einzige URL beibehält und das Nutzererlebnis verbessert.
2. Dynamische Inhaltsänderung. Dabei generiert der Server je nach Gerät des Benutzers unterschiedliche Versionen von -Code und CSS. Dadurch bleibt die URL gleich, der Seitencode ändert sich jedoch. Die Implementierung dieser Lösung kann schwierig sein, da sie eine sorgfältige Bestimmung der Gerätetypen erfordert.
3. Separate URL für die mobile Version der Website. In diesem Fall werden die Inhalte für mobile Geräte an einer anderen Adresse gehostet, meist als Subdomain oder als separater Abschnitt der Hauptdomain. Es ist wichtig, sich die Attribute zu merken: rel="alternate" für eine normale Seite und rel="canonical" für eine mobile Seite.
Jeder dieser Ansätze hat seine Vor- und Nachteile, aber für die SEO-Optimierung ist adaptives Design am meisten zu bevorzugen, da es einfacher zu implementieren und hinsichtlich der Ressourcen kostengünstiger ist.
Allerdings reicht Responsive Design allein nicht aus, um erfolgreiche mobile Suchergebnisse zu erzielen. Auch wenn Ihre Seite den Google-Validator erfolgreich besteht, garantiert dies nicht, dass sie in den mobilen Suchergebnissen einen hohen Rang einnimmt. Dies ist jedoch der erste Schritt, der abgeschlossen werden muss:
Stellen Sie zunächst Folgendes sicher:
Diese Schritte sind trotz ihrer Selbstverständlichkeit äußerst wichtig. Nach der Umstellung auf die Mobile-First-Indexierung beginnt Google mit dem Crawlen der mobilen Version Ihrer Website. Sollte die Optimierung schlechter ausfallen als die der Desktop-Version, kann dies zu einem Rankingrückgang in den Suchergebnissen führen.
Durch die Verwendung von Mikro-Markup können zusätzliche Elemente in Suchergebnissen (Snippets) erstellt werden, die die Klickrate Ihrer Website erhöhen können. Für mobile Seiten sollten Sie unbedingt das BreadcrumbList-Markup verwenden. Verwenden Sie Tools zur Snippet-Erstellung, um Ihre CTR zu verbessern. Es ist außerdem wichtig, Ihr Markup regelmäßig mithilfe der verfügbaren Tools zu überprüfen.
Wenn Ihre Website mehrsprachig ist, achten Sie darauf, die Attribute rel="hreflang" und rel="alternate" für alle Seiten in verschiedenen Sprachen zu verwenden. Diese Attribute sollten auf alle mobilen Versionen Ihrer Seiten angewendet werden.
Aus Gründen der Benutzerfreundlichkeit mobiler Geräte lohnt es sich manchmal, auf die Paginierung von Inhalten zu verzichten. Wenn Sie die Paginierung beibehalten müssen, vergessen Sie nicht, die Attribute rel="prev" und rel="next" zu verwenden. Außerdem ist darauf zu achten, dass alle Seiten nicht ihre Sichtbarkeit verlieren und nicht hinter der Paginierung „versteckt“ werden.
Interne Links auf der mobilen Version sollten mit denen auf dem Desktop identisch sein, da sie ein wichtiger Teil der Website-Struktur sind und dem Googlebot beim Navigieren durch die Seiten helfen. Folgen Sie internen Links und überprüfen Sie deren Funktionalität auf mobilen Seiten, da sich dies direkt auf Ihre Position in den Suchergebnissen auswirkt.
Tief verschachtelte mobile Seiten erhalten möglicherweise weniger PR als ihre Desktop-Pendants, was manchmal zusätzliche Verlinkungsbemühungen erfordert.
Links, die sich an leichter zugänglichen Stellen auf der Seite befinden (z. B. weiter oben), haben möglicherweise mehr Gewicht. Stellen Sie sicher, dass die Links in der mobilen Version Ihrer Website bequem platziert sind und nicht in der Fußzeile der Seite versteckt sind, wo sie von Benutzern und Suchrobotern leicht übersehen werden können.
Wenn Sie eine mobile Version auf einer Subdomain haben, aktualisieren Sie unbedingt Ihre robots.txt-Datei, damit sie dieselben Regeln wie die Hauptseite enthält. Überprüfen Sie, ob die Datei für den Googlebot zugänglich ist und keine Einschränkungen für wichtige Seiten enthält.
Wenn Ihre Website Weiterleitungen von der Hauptversion enthält, sollten diese für mobile Benutzer gespeichert werden. Stellen Sie sicher, dass Weiterleitungen korrekt eingerichtet sind, um SEO-Probleme zu vermeiden.
Mit der steigenden Zahl mobiler Nutzer wird die Ladegeschwindigkeit Ihrer Website immer wichtiger. Stellen Sie sicher, dass Ihr Hosting hohen Datenverkehr unterstützt und ein schnelles Laden der Seite ermöglicht (optimalerweise 300 ms). Das ist nicht nur für Suchmaschinen wichtig, sondern auch für Nutzer, die Wert auf Geschwindigkeit legen.
Beim Thema Mobile-First-Indexierung geht es nicht um das „Ob“, sondern vielmehr um das „Wann“. Dies wird Ihrer Website bald passieren, und es ist wichtig, vorbereitet zu sein. Stellen Sie sicher, dass Sie über eine hochwertige mobile Version verfügen und achten Sie darauf, dass alle SEO-Aspekte berücksichtigt werden.
Vergessen Sie nicht, Ihre Positionen mit kostenlosen Tools zu überprüfen:
Für regelmäßige Kontrollen und Nachverfolgung von Änderungen erstellen Sie ein Projekt in unserem CRM. Viel Glück beim Übergang zur Mobile-First-Indexierung!
Bei Fragen können Sie sich per E-Mail an info@seo.computer an das SEO-Studio „SEO COMPUTER“ wenden
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